30 Jahre Velo Schwarz Weinfelden

Pascal Schwarz und Hans Schwarz vor dem Geschäft in Weinfelden

Am Samstag, den 29. und Sonntag, den 30. März lädt das Velofachgeschäft Schwarz zu seiner Jubiläumsausstellung «30 Jahre Velo Schwarz» ein. Dabei ist die ganze Palette von Fahrrädern zu sehen: City-Bikes, Mountainbikes, E-Bikes, Damen- und Herrenvelos, Kindervelos, Rennvelos, sowie Mofas, Töffli und Roller. Und dies in den verschiedensten Designes. Mit der Jubiläumsausstellung ist auch ein Wettbewerb mit verlockenden Preisen verbunden.

Pascal Schwarz und Hans Schwarz vor dem Geschäft in Weinfelden

Pascal Schwarz und Hans Schwarz auf dem Tandem von FLYER vor dem Geschäft in Weinfelden

Die Geschichte von Velo Schwarz hat vor 40 Jahren, am 1. April 1974, begonnen. Damals war die Gesellschaft durch die Erdölkrise beunruhigt. Deshalb sind manche Autofahrer auf Zweiräder umgestiegen. Dieses Ereignis motivierte Hans Schwarz, in Bischofszell ein Geschäft für Velos und Motos zu eröffnen. 1980 hatte ein Brand im angebauten Restaurant Hecht in Bischofszell den Betrieb von Hans Schwarz in Mitleidenschaft gezogen. So sahen sich Beatrice und Hans Schwarz gezwungen, neue Räumlichkeiten für das Geschäft und eine Wohnung zu suchen. In der Geschäftsliegenschaft von Edwin Brauchli an der Frauenfelderstasse, Weinfelden fanden sie das, wonach sie Ausschau hielten. Hans Schwarz kannte die Räumlichkeiten schon, hatte er doch bei Edwin Brauchli seine Lehre absolviert. Während 29 Jahren haben sie das Velo-Fachgeschäft in Weinfelden gemeinsam geführt. Vor einem Jahr haben Beatrice und Hans Schwarz das Geschäft dem Sohn Pascal übergeben, arbeiten aber immer noch teilweise im selben Geschäft und unterstützen ihn nebst einem Lehrling in seinem noch jungen Unternehmen.

In 30 Jahren vom Kleinbetrieb zu einem mittelgrossen Betrieb herangewachsen

Vor 30 Jahren gab es noch nicht diese Vielfalt von Zweirädern wie heute. Damals war die Frage: «Soll ich einen Drei-, Fünf- oder Siebengänger kaufen?». Auch war das Äussere mit ein Entscheidungsgrund, sich für das eine oder andere Fahrrad zu entscheiden. Das Fahrrad war ein Allround-Zweifahrrad, zweckmässig, zu gebrauchen für den Alltag. Es entsprach in etwa dem heutigen City-Bike. Heute ist die Auswahl gross, entsprechend den vielfältigen Anforderungen, die an ein Fahrrad gestellt werden. Pascal Schwarz: «Die jüngere Generation entscheidet sich heute vor allem für Mountainbikes, die in verschiedenen Fahrradgrössen angeboten werden, für Rennvelos zu sportlichen Zwecken oder auch für schnelle E-Bikes, die für den Arbeitsweg gebraucht werden. Für Familien sind E-Bikes mit Anhänger begehrt. Die nostalgische Retrofahrräder, die den 60-er Jahren entsprechen, gefallen sowohl 16-Jährigen wie auch 60-Jährigen …» Für Jugendliche ab 14 Jahren ist das Mofa (Töffli) immer noch ein Thema, vor allem wenn sie weite Strecken fahren müssen. Die Motorroller setzen ein Alter von 16 Jahren voraus, sind schneller als ein Mofa und benötigen eine Fahrprüfung. Bei Mofas und den Motorrollern besteht zudem Helmpflicht.

E-Bikes sind immer mehr gefragt

«Flyers und E-Bikes verschiedener Marken sind seit wenigen Jahren dazu gekommen und machen heute einen wesentlichen Anteil aus beim Verkauf, Handel und dem Service«, so Hans Schwarz. Die Entwicklung der E-Bikes ist nicht stehen geblieben. Vor allem hat sich die Reichweite der Akkus sehr stark verbessert, das Design ist verlockender und das Laden der Akkus einfacher geworden. Seit einiger Zeit sind auch E-Bike-Tandems im Handel erhältlich. Auf die Frage, warum denn die Unfälle mit E-Bikes gestiegen sind, erklärt sich Pascal vor allem darin, dass die Anzahl der E-Bike-Fahrer auch stark gestiegen ist und die Presse auch gerne über solche Unfälle berichtet. Pascal Schwarz weist dabei darauf hin, dass in der Regel Senioren, die sich an das Velofahren gewöhnt sind, auch mit einem E-Bike zurecht kommen. Wer einen Eindruck über die grosse Vielfalt der Zweiräder erhalten will, ist herzlich zur Jubiläumsaustellung von Velo Schwarz in Weinfelden eingeladen. Sie werden begeistert sein!

Autor: Hans Kuhn-Schädler
Quelle: Weinfelder Nachrichten, 33. Ausgabe
Datum: April 2014